Anlage im Fokus - K&S AG

 

K&S AG, Basis für langfristiges Wachstum

Woraus Analysten ihre euphorischen Kursprognosen ableiten, erschließt sich bei der Lektüre der jüngsten Unternehmenszahlen und Ausblicke nicht. Ja, das Ergebnis wird gegenüber 2010 in Umsatz und Ertrag gut zulegen. Und auch die Ausweitung der Kali-Produktion in USA ab dem Jahr 2017 klingt vielversprechend. Doch rechtfertigt das ein Kursniveau von 55 EUR oder mehr? Mit der erwarteten Reduktion der vergangenen Ertragszyklik der Gesellschaft, einer Dividende von mind. 1,20 EUR als Rückendeckung für den Aktienkurs würden wir Sicherheit (WKN DE9HWX) den Vorzug vor Chance mit der Aktie geben.

 

Analystenstimmen ...

 

Die DZ Bank stuft die Aktie mit Votum "Kaufen" und Kursziel 58 EUR ein. Die West LB senkt zwar ihr Kursziel auf 50 EUR, das Votum "Kaufen" bleibt. HS BC rät die Aktie zum "Übergewichten" und nennt 50 EUR als Kursziel. Commerzbank senkt das Kursziel nach 42 EUR auf 39 EUR und rät die Aktie zum "Halten" und verweist auf enttäuschende Quartalsberichte des Wettbewerbers Potash. BNP dagegen sieht die Aktie bei 32 EUR. Das Votum "Underperform" begründen die Analysten mit dem Risiko des hohen Fixkostenanteils, der bei fallenden Absätzen überdurchschnittlich die Gewinne beeinflusst.

 

Vorbereitung auf das Jahr 2017

 

Mit den 2 Hauptkerngeschäften 1. Kali- und Magnesiumprodukte (geschätzter Umsatz für 2011 von etwa 2,1 Mrd. EUR, Ergebnis (EBIT) von etwa 685-740 Mio. EUR) und 2. Salz (Auftausalze, Umsatz in 2011 von ca. 1,8 Mrd. EUR (2011), EBIT etwa 230 Mio. EUR) wird die Gesellschaft in 2011 einen Gesamtumsatz von etwa 5-5,2 Mrd. EUR erzielen. Der Umsatz teilt sich nach Regionen wie folgt auf: 17% Deutschland, 33% übriges Europa, 50% Übersee (Hauptsächlich USA). K&S gilt als solide finanziert, die Gesamtnettoverschuldung betrug zum 30.09.2011 674,9 Mio. EUR. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird in der Spanne 2,90-3,10 EUR erwartet. 40-50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern einschließlich der nicht fortgeführten Bereiche will der Konzern an seine Aktionäre ausschütten. (1,20 EUR, MArkterwartung 1,40 EUR). Wenig Zuversicht versucht man für 2012 bezogen auf einen Ergebnisanstieg auszusprechen. Zwar erwartet die Geschäftsführung im Hauptkerngeschäft Kali- und Magnesium spürbare Umsatzanstiege, äußert sich zum Ergebniswachstum jedoch verhalten. Für das Salzgeschäft erwartet der Vorstand bei moderatem Umsatzrückgang deutlichere Einbussen im operativen Ergebnis.

 

Mit dem Zukauf des kanadischen Legacy-Projekts sollen ab 2017 zusätzlich 2 Mio. t Kaliumchlorid, ab 2023 zusätzlich 0,86 Mio. t Produktionskapazität aufgebaut werden. Die Investitionen betragen bis zur eigentlichen Produktionsaufnahme etwa 2,9 Mrd. CAD, für die 2. Phase sind die Investitionen aus derzeitiger Sicht vernachlässigbar (350 Mio. CAD). Das Ergebnis wird mit erstem Produktionsstart in 2015 beeinflusst sein. Bei einem Preis von 400-450 USD/t inklusive Fracht rechnet K&S mit einer Verzinsung des eingesetzten Kapitals von 12%. Ab 2017 könnte durch Legacy der Umsatz etwa 650-700 Mio. EUR betragen, damit verbunden ein Ergebnisanstieg von etwa 280-300 Mio. EUR p.a. oder 1,5 EUR je Aktie erreicht werden, die Dividende könnte auf etwa 2 EUR ansteigen.

 


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